Erkenntnisse aus dem Urlaub mit Profisportlern...

Erkenntnisse aus dem Urlaub mit Profisportlern...

Hey Freunde,

Der Januar ist vorbei und damit auch jeglicher Neujahrs-Hype.

Jetzt sind wir an dem Punkt wo statistisch gesehen ca. 80% aller Leute ihre guten Vorsätze schon wieder verworfen haben.

In den letzten Tagen sind mir zwei Gründe dafür wieder sehr bewusst geworden:

  1. Die Wahl des persönlichen Umfelds
  2. Ergebnis vs. prozessorientierter Fokus

Lasst mich das kurz erklären.

Wie ihr aus dem letzten Newsletter wisst, war ich letzte Woche auf Fuerte Ventura im Las Playitas, dem besten Sporthotel Europas.

Die Zeit dort war wieder unglaublich. Nicht nur wegen des guten Essens und der Sonne, sondern vor allem wegen des täglichen Ablaufs.

In diesem Hotel kommen ungelogen ALLE Gäste schon in Sportsachen zum Frühstück.

Manche haben vorher schon die ersten Mobility-, Ausdauer- oder Krafteinheiten hinter sich und manche gehen im Laufe des Vormittags dorthin weiter.

Neben "gewöhnlichen" Aktivurlaubern saßen an den Essenstischen um uns herum Hyrox WM-Teilnehmer, das italienische Triathlon Team, die norwegischen Schwimmer und das Bundesliga Handball Team aus Hamburg.

Jeder treibt mehr oder weniger den ganzen Tag Sport. Jeder ist draußen unterwegs und jeder genießt zwischendrin das gesunde Essen und erholt sich am Meer oder Pool.

In dieser Umgebung kann man eigentlich gar nicht demotiviert, inaktiv oder schlecht gelaunt sein...

Und genau das ist der Punkt!

Die Menschen um einen herum, die Landschaft, das Wetter, die Trainingsmöglichkeiten in der nahen Umgebung. All das beeinflusst einen viel mehr, als man häufig auf dem Schirm hat.

Wenn ihr euch also regelmäßig energielos, uninspiriert und träge fühlt, dann liegt das vielleicht nicht nur an eurem Schlaf (da gehe ich im nächsten Newsletter drauf ein), sondern wahrscheinlich auch an eurem direkt Umfeld.

Hier sind ein paar Gedankenimpulse, wie ihr das zum Positiven verändern könnt:

  • Häufiger in der Natur bewegen (auch wenn es ein wenig Anreise erfordert). Im Winter ist hier bei uns bspw. häufig Inversionswetter. Das heißt unten im Tal haben wir den ganzen Tag Nebel aber nur eine 20 Min. Fahrt hoch in den Schwarzwald reicht aus um strahlend blauen Himmel und Sonne zu bekommen.
  • Feste Trainingsdates mit sportlich aktiven Freunden.
  • Mitgliedschaft im Team/Verein unter Gleichgesinnten mit geregelten Trainingszeiten.
  • Das Wochenende oder Urlaube nutzen für Ausflüge an Orte die euch körperlich und psychisch bereichern.
  • Größere Veränderungen anstreben, wenn ihr merkt, dass euer Umfeld euch gar nicht entspricht. Wir sind bspw. vor ca. 2 Jahren aus der Großstadt hier in den Süden Freiburgs gezogen. Diese Entscheidung haben wir keinen einzigen Tag bereut. Ich sage nicht, dass dieser Schritt einfach war aber er hat sich wirklich gelohnt.

Neben dem Einfluss der direkten Umgebung wurde ich in diesem Urlaub an noch etwas erinnert.

Es geht nicht darum welches Ergebnis man sich wünscht, sondern es geht darum welchen Prozess man lebt.

Die meisten formulieren ihre Ziele ungefähr so: "Ich will im Sommer einen Marathon schaffen", "Ich will bis zum Urlaub 5 kg abnehmen", etc.

Sprich, sie fokussieren sich auf das Ergebnis, was sie erreichen wollen.

Das Problem dabei ist erstens, dass so die Schritte auf dem Weg zum Ziel aus dem Fokus geraten und zweitens, dass jedes Hindernis zur Katastrophe wird, weil dadurch das angestrebte Ergebnis unrealistischer wird.

Viel besser ist es sich auf den eigentlichen Prozess und die damit verbundene persönliche Identität zu fokussieren.

Auf dem Hotel Spielplatz habe ich Marco kennengelernt. Er ist das perfekte Beispiel für das, was ich meine.

Als wir darüber gequatscht haben, was wir so sportlich machen, sagte er: "Ich bin Triathlet."

Tatsächlich trainiert er aktuell gar nicht explizit auf einen Triathlon hin. Nichtsdestotrotz sagte er: "Ich BIN Triathlet".

Diese Identifikation führt bei ihm dazu, dass er mind. 8-10 Stunden pro Woche trainiert, die Urlaube mit der Familie in den Bergen oder in Sporthotels wie dem Las Playitas verbringt und auch sonst seinen Lebensstil (Ernährung, Schlaf, usw.) an diese Identität anpasst .

Im Laufe des Urlaubs haben wir immer mehr Zeit verbracht und waren auch gemeinsam laufen und wandern.

Dabei hat sich herausgestellt, dass er Oberarzt und Leiter der Notaufnahme eines Krankenhauses ist und trotz der Arbeitsbelastung und seinen zwei Kindern schon an der Triathlon WM in Hawaii teilgenommen hat.

Es gibt also genügend Hindernisse, die ihn aufhalten könnten aber weil er sich als Triathlet sieht, findet er Lösungen.

Er fährt jeden Tag (auch im Winter) 14km/Strecke mit dem Fahrrad zur Arbeit, sitzt noch von 20-22 Uhr auf der Rolle oder geht laufen, weil dann die Kinder schlafen und macht am Wochenende gemeinsam mit der Familie längere Touren.

Diese Aussage "Ich bin..." führt dazu, dass man den Prozess lebt. Das war nicht nur bei Marco sichtbar, sondern auch bei vielen anderen Athleten im Hotel.

Und dieser Prozess führt früher oder später automatisch auch zu den Ergebnissen, die man sich wünscht.

Also, wer seid ihr? Und welchen Prozess lebt ihr?

Philipps… der Woche

Highlight
Heute Abend findet um 18 Uhr das Handball WM Finale zwischen Kroatien und Dänemark statt.

Durch das Bundesliga Team im Urlaub wurde mir wieder klar, was für eine beeindruckende Sportart Handball ist.

Auch zum Zuschauen finde ich es viel lebendiger und attraktiver als die meisten anderen Sportarten also schaut mal rein.

Empfehlung
Meine Empfehlung der Woche ist das Buch: Cant Hurt Me

Wenn ihr es noch nicht gelesen habt, lest es!

Wenn ihr es schon gelesen habt, lest es nochmal! 😄

Es ist das motivierendste Buch, was ich kenne und handelt von der inspirierenden Story des Mannes, der mittlerweile als "toughest guy on the planet" bekannt ist - David Goggins.

Es gibt das Buch mittlerweile zwar auch auf deutsch aber in meinen Augen ist die beste Version das Hörbuch auf englisch. Dort bespricht der hervorragende Leser nach jedem Kapitel in einer Art Podcast das Geschehene mit David Goggins selbst.

Dieses Format habe ich sonst noch nirgendwo so entdeckt und kann es sehr empfehlen. Am günstigsten bekommt ihr das Hörbuch über Audible. Hier könnt ihr Audible kostenlos testen und bekommt so das erste Buch (z.B. Cant Hurt Me) völlig umsonst.

Ernsthaft Freunde, holt euch das Buch! 😄

Tool
Das Tool der Woche sind meine geliebten Vivo Barefoot Schuhe.

Es gibt wenig, was ich in meinem Leben schon so lange und so häufig nutze, wie meine Barfußschuhe.

Sie sind bequem, sehen finde ich richtig gut aus (ich trage die Primus Lite 3) und es ist insgesamt ein ganz anderes Lebensgefühl.

Mal abgesehen von den ganzen Vorteilen wie einer stärkeren Fußmuskulatur, besserer Gang- und Lauftechnik, höherer sensorischer Aktivierung und mehr Platz für die Zehen ist mir gerade in letzter Zeit ein Faktor besonders aufgefallen.

Beim Gehen mit den Vivos verbessert sich meine Haltung!

Ich muss zugeben, dass ich in letzter Zeit viel zu viel am Schreibtisch saß und zu faul war den Stehtisch hochzufahren.

Das hat sich direkt an meiner Schulter- und Kopfhaltung bemerkbar gemacht.

Zusätzlich hatte ich in den letzten Wintermonaten häufig sehr feste, klobige Winterschuhe an und war wetterbedingt auch wenig barfuß draußen.

Als ich letzte Woche wieder mehr barfuß und mit Barfußschuhen unterwegs war habe ich mich direkt wieder 5cm größer gefühlt.

Durch den spürbaren Abdruck über den großen Zehen richtet sich beim Gang mein kompletter Körper auf und ich sehe an meiner Haltung schon nach diesen 7 Tagen wieder einen Unterschied.

Es gibt bei Vivo Barefoot mittlerweile Modelle für alles. Businesslook, Winterschuhe, Freizeitsneaker, Trainings- oder Trailrunningschuhe, ...

Probiert sie einfach mal aus. Ich trage die Schuhe jetzt schon seit einigen Jahren und es war von Anfang an ein absolutes Upgrade meiner Lebensqualität.

Hier findet ihr die komplette Auswahl.

Workout
In einer der Trainingseinheiten im Sporthotel habe ich wieder richtig Spaß am Schlittenschieben gefunden.

Wenn ihr irgendwo die Möglichkeit dazu habt, nehmt euch mal eine halbe Stunde und versucht einfach Stück für Stück das Gewicht beim Schieben des Schlittens über ca. 25m zu steigern.

Es gibt wahrscheinlich wenig andere Übungen, die den Begriff "Funktionales Training" so verdient haben wie der Sled Push.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Training und einen guten Wochenstart.

Wir sehen uns im nächsten Video. Bis dann, euer Philipp
Ciao

PS: Hier findet ihr mein neuestes Video  "Wie Männer über 30 trainieren sollten: 4 unerwartete Antworten"


Wenn ihr mich auf direkte Art und Weise unterstützen möchtet könnt ihr das hier tun. Vielen Dank für euren Support!